Nacken

Na|cken ['nakn̩], der; -s, -:
hinterer, unterer Teil des Halses, der in einer Wölbung in den Rücken übergeht:
ein ausrasierter, schmaler, feister Nacken; den Nacken beugen; den Kopf in den Nacken legen; den Hut in den Nacken schieben.
Syn.: Genick, Hals.

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Nạ|cken 〈m. 4hintere Halsseite ● jmdm. den \Nacken beugen 〈fig.〉 ihn unterwerfen, gefügig machen; jmdm. den \Nacken steifen ihn zum Widerstand ermutigen ● ein gedrungener, kurzer, zarter \Nacken; er hat einen starren, unbeugsamen \Nacken 〈fig.〉 einen starren Charakter; einen steifen \Nacken haben ● jmdm. den Fuß auf den \Nacken setzen 〈fig.〉 jmdn. besiegen, unterwerfen; jmdm. auf dem, im \Nacken sitzen 〈fig.〉 ihn bedrängen; wir hatten den Feind im \Nacken 〈fig.〉 wurden von ihm verfolgt; er hat den Schalk (Schelm) im \Nacken 〈fig.; umg.〉 er ist ein Schalk, ein Schelm, ist stets zu Späßen aufgelegt; ihm saß die Furcht im \Nacken er hatte große F.; ihm sitzt der Geiz im \Nacken 〈fig.〉 er ist sehr geizig; die Verfolger saßen uns im \Nacken 〈fig.〉 waren dicht hinter uns; stolz warf sie den Kopf in den \Nacken [<mhd. nac(ke) <ahd. (h)nac(h) „Hinterkopf, Nacken“]

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Nạ|cken , der; -s, - [mhd. nac(ke), ahd. (h)nach, ablautende Bildung zu mhd. nec(ke); vgl. Genick]:
(beim Menschen u. bei bestimmten Wirbeltieren) hinterer Teil des Halses; Genick:
einen steifen N. haben;
den Kopf in den N. werfen (zurückbeugen);
den N. steifhalten (Ohr);
jmdm. im N. sitzen (1. jmdn. verfolgen, dicht hinter jmdm. her sein: der Feind saß uns im N. 2. jmdn. stark bedrängen, jmdm. zusetzen: die Konkurrenz sitzt uns im N. 3. jmdn. erfüllen, beherrschen: die Angst saß ihm im N. [er hatte große Angst]);
jmdn. im N. haben (von jmdm. verfolgt u. bedrängt werden).

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Nacken,
 
Genick, Nucha, bei Mensch und Wirbeltieren der nach dem Rücken zu gelegene Teil des Halses, dessen knöcherne Grundlage von der Hinterhauptschuppe des Schädels und den Halswirbeln gebildet wird. An die Halswirbelsäule legt sich beiderseits die Nackenmuskulatur an, in der Mittellinie des Nackens verläuft das elastische Nackenband.

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Nạ|cken, der; -s, - [mhd. nac(ke), ahd. (h)nach, ablautende Bildung zu mhd. nec(ke); vgl. ↑Genick]: (beim Menschen u. bei bestimmten Wirbeltieren) hinterer Teil des Halses; Genick: ein kurzer, gedrungener N.; den N. beugen; er ließ sich den N. ausrasieren; einen steifen N. haben; den Hut in den N. schieben; den Kopf in den N. werfen (zurückbeugen); die Locken fielen ihm bis in den N.; *jmdm. den N. steifen/stärken (geh.; jmdm. moralische Unterstützung gewähren); den N. steif halten (↑Ohr);[vor jmdm.] den N. beugen (geh.; sich gedemütigt [jmdm.] beugen, sich [jmdm.] unterwerfen); jmdm. den N. beugen (geh.; jmdn. demütigen, gefügig machen, unterwerfen); einen unbeugsamen N. haben (veraltend; einen unbeugsamen Charakter haben, ein unbeugsamer Mensch sein); mit unbeugsamem/steifem N. (veraltend; unbeugsam); jmdm. im N. sitzen (1. jmdn. verfolgen, dicht hinter jmdm. her sein: der Feind, der Verfolger saß uns im N. 2. jmdn. stark bedrängen, jmdm. zusetzen: die Konkurrenz sitzt uns im N. 3. jmdn. erfüllen, beherrschen: die Angst saß ihm im N. [er hatte große Angst]); jmdn. im N. haben (von jmdm. verfolgt u. bedrängt werden).

Universal-Lexikon. 2012.

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